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언어의 위기와 형이상학의 종말: 크라우스의 문화비판과 극작품『인류 최후의 날들』
Die Krise der Sprache und das Ende der Metaphysik: Die letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus
  • 한국연구재단 기초학문자료센터 DB구축사업 참여 관련분야 전문가가 추가 입력한 정보입니다.
학술지명 독일문학 (ISSN : 12268577)
발행정보 2000-09-30 / Vol.75 / pp. 167 ~ 190
발행처/학회 한국독어독문학회
주저자 채연숙 (대구가톨릭대학교)
색인어 크라우스, Karl Kraus, 인류 최후의 날들, letzten Tage der Menschheit
  • 주초록(메인언어)
  • Die Forschung über Karl Kraus und vor allem über seine Werke ist immer noch sehr beschränkt, und dies nicht nur in der koreanischen Germanistik, sondern auch im deutschsprachigen Raum. Ein Grund, weshalb er im Vergleich mit den Arbeiten seiner Zeitgenossen wie Hofmannsthal, Schnitzler u. a. sogar in der österreichischen Germanistik vernachlässigt wird, liegt darin, dass sich Kraus mit exzentrischen Kunstmitteln beschäftigte: Satire und Kulturkritik.
    Als Kulturkritiker und auch als Moralist versucht Kraus vor allem, seine kulturkritische Position und die Wahrheit ex negativo zum Ausdruck zu bringen. Mit den Satiren artikuliert er seine Einstellung zum kommenden Untergang der Menschheit, und zwar im Modus der Beerdigung der Metaphysik. Auf die Erfahrungen des Sprachverfalls durch den Journalismus und die Verfälschungen der Presse reagierte er mit seiner scharfen Sprachkritik. Er sieht ein, daß die Entwicklung der damaligen Sprache weder aufzuhalten, noch rückgängig zu machen ist, daß sie durch die Wissenschaften in die Spezialisierung und aus der Aufklärung in die instrumentelle Verfügbarkeit über Menschen getrieben wird und daher nicht mehr Ausdruck der Menschenseele ist. Aus dieser Einsicht heraus versucht er der Sprache neue Flexibilität zu verleihen. Seine zentrale Absicht mit diesem Engagement war die ‘Emanzipation durch Sprache’.
    Mit dieser Einstellung schreibt Kraus in seinem Theaterstück Die letzten Tage der Menschheit seine eigenen Gedanken nieder. Darin versucht er, nicht nur, die Verkümmerung der erlebten zur gebrauchten Sprache zu kritisieren, sondern auch zu bekämpfen. Die in dieser Arbeit eingehend untersuchten Darstellungen sind nur die Fetzen von Bildern der untergehenden habsburgischen Monarchie im Ersten Weltkrieg. Vom Sarajewo-Attentat bis zum militärischen Zusammenbruch werden über 220 Szenen dargestellt. Die Handlungen zeigen Vielheit und Dispersion, wodurch die Zusammenhänge aber verdeckt werden. Sie geben solcher atektonischen Dramenstruktur den Charakter des Unabgerundeten. Das Geschehen setzt unvermittelt ein, und es bricht unvermittelt ab. Die Geschehnisse sind innerhalb dieser Scheingrenzen nicht kontinuierlich schlüssig, sondern punktuell interruptiv, nicht einer Entwicklung folgend, sondern Gleichwertiges reihend. Kraus kritisierte mit dieser dramatischen Form die Zeit, indem er die kritische Situation bloß darstellt, aber nicht direkt interpretiert.
    Dieser Struktur entspricht es, dass er sich anstrengt, künstlerische Autonomie der Sprache herzustellen, ohne ihrem mitteilenden Aspekt Gewalt anzutun. Und ferner entspricht sie seinem Gedanken, dass die metaphysische Welt der Habsburgischen Tradition verfallen ist. Diese Absicht wird in Form des Integrationspunktes angedeutet, daß die Menschheit beinahe vor der Tür des Unterganges steht und nicht mehr davon loslassen wird. Die Kraus-Auslegung wird erst dadurch sinnvoll, dass man ihn nicht bloß aus dem erkenntnistheoretisch-ästhetischen Verständnis, sondern aus dem kulturell-semiotischen Erlebnis zu erschließen sucht.
  • 목차
  • I. 들어가며
    Ⅱ. 크라우스와 비인현대와의 관계
    Ⅲ.『인류 최후의 날들』에 나타난 크라우스의 문화읽기
    Ⅲ.1. 형이상학의 종말
    Ⅲ.2. 언어의 위기
    Ⅲ.3. 비판으로서의 극 형식: 통합점
    IV. 나가며: 크라우스의 문화비판
    참고문헌
    Zusammenfassung
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